Länderpokal 2017

 

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Am letzten Wochenende, 04./05.03.17, fand in Heerlen (NL) der diesjährige Länderpokal statt. Alle Landesverbände traten zu diesem Wettbewerb ihrer Kadermannschaften an, bestehend aus Senioren I-, Senioren II-, Frauen-, Espoirs- und Junioren-Triplettes mit je einem Ersatzspieler.

 

Wir reisten mit unserem kompletten Kader am Freitagabend in Heerlen an, da am Samstag um 9.00 Uhr die Spiele begannen. Gegen 21.00 Uhr trafen wir im Hotel und gegen 22.00 Uhr der letzte Spieler ein, so dass nach kurzer Besprechung und Verteilung der Trikots alle gegen 23.00 Uhr ihre Betten aufsuchen konnten.

Am Samstag dann ab 7.00 Uhr gemeinsames Frühstück und um 7.45 Uhr Abfahrt zur Halle.

 

In Runde 1 gelang mit einem 4:1 gegen Nord ein guter Start in den diesjährigen Länderpokal, nur unsere Jugend konnte gegen Nord nicht gewinnen.

Runde 2 spielten wir dann gegen Bayern. Auch wenn sich das Endergebnis mit 1:4 deutlich anhörte, war die Partie vor Ort doch eng. Jugend und Herren II verloren ihre Spiele recht schnell und deutlich, die Espoirs sorgten mit ihrem Sieg für den Zwischenstand von 1:2. Senioren I führten zu diesem Zeitpunkt in ihrer Partie, bei den Frauen stand es ausgeglichen. Doch leider gaben die Senioren I ihr Spiel noch mit 11:13 ab und unser Frauenteam verlor mit 9:13.

 

In Runde 3 ging es gegen Berlin, das leider kein Juniorentriplette dabei hatte. Also führten wir schon vor Spielbeginn 1:0. Alle Teams boten eine gute Leistung und gewannen ihre Partien, so dass wir die dritte Runde mit einem 5:0 für uns gestalten konnten.

 

In Runde 4 mussten wir gegen Hessen spielen. Hier entwickelte sich das Spiel wie gegen Bayern: Herren I verlieren schnell mit einem Fanny, die Jugend verliert und unsere Espoirs gewinnen, also wieder 1:2. Senioren II konnten sich nach einem Wechsel bis auf ein 7:8 herankämpfen, bei den Frauen stand es ausgeglichen. Leider konnten die Senioren II nur noch einen Punkt holen und verloren zu 8, unser Frauenteam gab alles, verlor aber leider nach Führung 12:13. Wieder ein 1:4.

 

Jetzt trafen wir in Runde 5 auf unsere bis dahin ungeschlagenen Nachbarn aus dem Saarland. Auch hier wieder der ähnliche Ablauf wie in den beiden Begegnungen, die wir verloren hatten:

Herren I und Jugend verloren schnell jeweils zu 3, Herren II fuhren einen Sieg mit 13:10 ein – 1:2 als Zwischenstand. Die Espoirs lagen zu diesem Zeitpunkt leicht hinten, bei unseren Frauen wieder ein ausgeglichenes Spiel. Und wieder werden beide Partien verloren, die Espoirs zu 8 und die Frauen zu 10. Erneut 1:4.

 

Runde 6 war die letzte Runde an diesem Tag, sie wurde gegen unseren Angstgegner LV Ost gespielt. Hier konnten aber Herren II, Frauen, Espoirs und Jugend überzeugend auftreten. Nur die Senioren I verloren ihre Partie und mit einem guten 4:1 zum Abschluss des Tages verließ man die Halle in Heerlen.
Mit einem ausgeglichenen Spielstand von 3:3 war man nicht unzufrieden, wobei am Sonntag ein schwieriges Restprogramm vor uns lag. Um in der Gesamttabelle noch nach vorne zu rücken, sollten am Sonntag noch 2 Siege her. So fuhren wir gemeinsam noch um 21.30 Uhr in eine Pizzeria, um mit gefülltem Magen wieder gegen 23.00 Uhr gemeinsam in den Betten zu liegen.

 

Am Sonntagmorgen dann der gleiche Ablauf wie tags zuvor: 7.00 Uhr gemeinsames Frühstück, 7.45 Uhr Abfahrt zur Halle.

 

Um 9.00 Uhr starteten wir in die 7. Runde, nun gegen NRW, die mit einem 5:1 noch um den Gesamtsieg mitspielten. Unsere Jugend zeigte hier ein sehr gutes Spiel, trotz hohem Rückstand (4:11) konnte die Partie noch gedreht und mit 13:11 gewonnen werden. Fast gleichzeitig gewannen unsere Espoirs zu 10, und unsere Senioren II verloren zu 8. Bei unseren Frauen stand es wieder ausgeglichen, Senioren I lagen mit 11:8 in Führung.

Hier kam es zur alles entscheidenden Szene des kompletten Wochenendes: Der Gegner hatte alle Kugeln gespielt und den Punkt liegen, Steffen Kleemann hatte die beiden letzten Kugeln dieser Aufnahme in der Hand. Erster Schuss für Schluss für die Senioren II und damit für den Gesamtsieg – leider vorbei. Steffen stand bereits wieder im Kreis, Michael Klein deckte in der danebenliegenden Bahn der Frauen ab, damit Steffen mit der letzten Kugel die Entscheidung erzielen konnte. Beide Frauenteams akzeptierten dies und bleiben ruhig stehen. Steffen holte aus, da trat ein Schiedsrichter auf die Frauenbahn, schob Michael in Richtung des Schusses mit der Behauptung, er störe die Frauenpartie. Steffen Kleemann musste seinen Schuss abbrechen und die darauffolgende Aufregung war groß. In der darauffolgenden Diskussion beleidigte Steffen Kleemann den Schiedsrichter und sah daraufhin die rote Karte. Das Team durfte nur noch mit vier Kugeln zu Ende spielen und verlor entsprechend die Begegnung mit 11:13. Die Damen, die das Geschehen ja aus nächster Nähe verfolgten, kämpften sich nach dem Schock noch einmal ins Spiel zurück, verloren aber leider 12:13. Die rote Karte für Steffen Kleemann war zweifellos berechtigt, er entschuldigte sich direkt nach dem Spiel für sein Fehlverhalten, dennoch war das Eingreifen des Schiedsrichters in dieser Situation sehr unglücklich. Die Partie gegen NRW ging 2:3 verloren.

 

Runde 8 mussten wir gegen BaWü spielen, dem Tabellenführer zu diesem Zeitpunkt. Der Schock und die Frustration über das unglückliche Spiel gegen NRW saß den meisten unserer Spieler noch in den Knochen und alle Partien gingen verloren - 0:5 gegen BaWü.

 

Vor Runde 9 traf sich die komplette Mannschaft außerhalb der Halle und beriet sich, ob die letzte Runde gegen Niedersachsen noch gespielt werden soll. Nach kurzer Diskussion war man sich einstimmig einig, hier ein Zeichen setzen zu wollen und die letzte Runde unter Protest nicht zu spielen. Die Turnierleitung forderte uns auf, die Partie zu spielen, um keine negativen Folgen herauf zu beschwören. Dieser Aufforderung kamen wir umgehend nach.

Alle Teams traten mit unterschiedlicher Motivation ihre Partien an. Herren II und die Espoirs verloren ihre Partie jeweils zu Null, Herren I verloren zu 5. Unsere Jugend kämpfte, verlor aber zu 12 und unsere Frauen gewannen als einzige zu 5. Die Jury entschied sich am Ende der Partien, einige Lizenzen wegen unsportlichem Verhalten einzubehalten. Dennoch wurde seitens des DPV die hoch-emotionale Situation berücksichtigt, was zur Folge hat, dass kein Verfahren eröffnet wurde und die Lizenzen bereits wieder auf dem Rückweg sind.

Trotz des unschönen zweiten Turniertages möchte ich mich bei allen Helfern des Heerlener Pétanquevereines für die Bereitstellung dieser schönen Halle und die gute Verpflegung das ganze Wochenende bedanken. Ebenso möchte ich mich an dieser Stelle bei allen Funktionären sowie den Spielern und Spielerinnen der Landesverbände für die emotional getroffenen Entscheidungen unseres Kaders entschuldigen.

 

Für den PVRLP-Kader

 

Ralf Knobloch

Sportwart PVRLP

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