Stellungnahme zum Länderpokal 2017

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Zur Ergänzung: Nachstehende Erklärung wurde von mir Mitte der vergangenen Woche an das DPV-Präsidium sowie an alle Landesverbände gesendet:

 

 

Liebe Boulefreunde,

ich möchte hiermit im Namen des Pétanqueverbandes Rheinland-Pfalz eine etwas längere Stellungnahme zu den Vorfällen des letzten Wochenendes beim DPV-Länderpokal in Heerlen abgeben, wir waren ja beteiligt.

 

Ich möchte sie in drei Teile gliedern, weil meiner Meinung nach nur so eine differenzierte Bewertung des vergangenen Sonntags möglich ist.

 

Teil eins: die Partie Nordrhein-Westfalen gegen Rheinland-Pfalz.

 

Die oben genannte Partie endete sehr unglücklich. Direkt vor dem Schuss, der Rheinland-Pfalz den Sieg in der gesamten Begegnung hätte einbringen können, griff einer der Schiedsrichter in das Geschehen ein. Im Verlaufe der darauf folgenden Diskussion erhielt unser Spieler Steffen Kleemann die rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass Steffen Kleemann direkt im Anschluss an die Partie selbst sagte, dass er zu emotional reagiert habe und deshalb seine Disqualifikation akzeptierte.

Ich möchte auf den Vorfall an sich hier nicht weiter eingehen und auch keine Schuldzuweisungen vornehmen, das soll nicht das Thema dieser Stellungnahme sein. Ich sehe es nicht als Sache unseres Landesverbandes an, diese Schiedsrichterentscheidung zu kommentieren. Falls hier eine Aufarbeitung vonnöten ist, wird sie sicher bei Holger Franke und seinen Schiedsrichtern in guten Händen liegen.

 

Teil zwei: der Kader des PVRLP beschließt, zur letzten Partie nicht mehr antreten zu wollen.

 

Nach der Niederlage gegen NRW waren die Gemüter auf Seiten unseres Kaders natürlich sehr erhitzt. Es gab in der aufgeladenen Stimmung eine Diskussion, die auch leider sehr kurz ausfallen musste, weil ja die nächste Partie schon anstand. Das Ende davon war, dass (unter der Voraussetzung, am Turniersieg dadurch nichts mehr ändern) die sofortige Heimreise beschlossen wurde. Auf dem Weg zur Turnierleitung wurde Sportwart Ralf Knobloch jedoch bereits von derselben zum Spielen aufgefordert, da sonst alle Lizenzen einbehalten würden. Dieser Aufforderung wurde dann umgehend nachgekommen.

Ich möchte mich hier für den gefassten Entschluss entschuldigen, vor Ende des Turniers die Heimreise antreten zu wollen, auch im Namen unseres Sportwarts Ralf Knobloch und derjenigen im PVRLP-Team, die eine Heimfahrt befürworteten. Wir sind jetzt zwei Tage weiter, die Emotionen einigermaßen verarbeitet und ich kann sagen, dass heute wohl niemand mehr einen solchen Entschluss fassen würde. Unser Team hat hier einfach unter den Eindrücken des vorhergehenden Spiels zu emotional reagiert, was wir im Nachhinein alle bedauern.

 

Teil drei: das letzte Spiel gegen Niedersachsen und das Einbehalten der Lizenzen

 

Im letzten Spiel zeigten die rheinland-pfälzischen Spieler alle möglichen Reaktionen. Einige waren noch in der Lage, sich richtig in die Partie zu kämpfen, es gab aber auch andere, die einfach zu enttäuscht waren und weder Konzentration noch Motivation aufbrachten, noch ein Spiel gewinnen zu wollen.

Man kann durchaus der Meinung sein, dass von einigen nicht alles getan wurde, diese Partie zu gewinnen, aber ich bitte nochmals um Verständnis dafür, dass dies unter den gegebenen Umständen sehr schwierig war. Ich möchte hiermit an die DPV-Verantwortlichen appellieren, diese Punkte bei der Bewertung zu berücksichtigen. Die meisten unserer Spieler spielen schon viele Jahre im PVRLP-Kader und sind sicherlich noch nie durch kollektives unsportliches Verhalten aufgefallen, nur weil ein Spiel verloren wurde.

Ich möchte zu guter Letzt ausdrücklich betonen, dass auch das rheinland-pfälzische Team sehr angetan war vom Wochenende, wenn man die unglücklichen Umstände abzieht. Die Halle kam sehr gut an, eine sehr gute Idee. Vielen Dank an alle Helfer des DPV und die Verantwortlichen in Holland für die geleistete Arbeit.

 

Steffen Eich                

Vizepräsident PVRLP

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